Sommerhaus Warna

Eigenschaften

Typ: Puppenhaus Serienfertigung
Baujahr: 50er - 60er Jahre

Beschreibung

Dieses heute noch modern wirkende Haus mit dem Flachdach und den großen Glasfronten, wurde Ende der 60er als DDR-Messeneuheit mit großer Terrasse angepriesen. Dieses Haus ist zerlegbar und wird nach dem Aufbau mit Stiften, Schrauben und Muttern zusammengehalten. Es gab allerdings ein paar Varianten davon.
Ich fand es wieder „zufällig“ bei den eBay Kleinanzeigen und ist ein absolutes Traumhaus für mich. Leider konnte ich es im Original vor dem Kauf nicht sehen, da es über Jahrzehnte zerlegt am Speicher eingemottet war. Über einen netten Kontakt mit den Verkäufern, die selber noch sehr an dem Haus hingen, war es für beide Seiten aber klar, dass es bei mir in gute Hände kam. Als ich es erhielt, musste ich mich erst einmal als Architektin ohne Bauplan betätigen. Im „Virtuellen Puppenhausmuseum“ fand ich ein paar Bilder, wie es einmal aussehen sollte. Da zwei Fensterscheiben fehlten, versuchte ich die fehlenden Teile erst einmal mit dünnen Holzbrettchen zu ersetzen. Es ging, befriedigte mich aber nicht. Der Charme der großen, beweglichen Fensterfronten kam einfach nicht so zur Geltung. Zum Glück habe ich ja einen guten Draht zu meinem „Glasermeister“ Horst Pesler! Es dauerte nur ein paar Minuten, da hatte ich zwei perfekt zugeschnittene Glasscheiben, mit abgerundeten Ecken und geschliffenen Kanten. Einfach genial. Zuhause malte ich dann mit Eddingschreibern noch Rahmen und Dekor darauf. Danach sah man keinen Unterschied mehr zu den vorhandenen Scheiben und das Sommerhaus Warna war wieder wie ursprünglich abgebildet. Ein bisschen Putzen, Tapezieren, Ausbessern und „Rollrasen verlegen“, so wurde das Gebäude wieder wie neu. Für die große Terrasse oben, bot sich eine Markise an, die es 1970 natürlich noch nicht hatte. Die Einrichtung war für jedes Zimmer vorhanden, ich tauschte allerdings die Wohnzimmergarnitur aus, da sich diese bereits in einem anderen Haus von mir schon befand. Die rote Küche ist der Renner, da sich das Knallrot durch das ganze Haus zieht. Als besondere Bastelarbeit bei diesem Haus sind noch sämtliche Lampen, Pflanzen und das kleine Aquarium zu erwähnen. Um Stellfläche zu gewinnen und um mehr Deko unterzubringen, fertigte ich noch Rückwände an, denn es wird ja in dem Häuschen nicht gespielt. Diese können aber problemlos wieder entfernt werden. Ich finde es wunderschön, manche würden sogar darin einziehen wollen ;-) und auch die Vorbesitzer fanden das Haus auf den Fotos umwerfend schön und gut gelungen!

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